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RKW Architektur +

New Office Düsseldorf – Bewährungsprobe für BIM

 

Das Wichtigste in Kürze

Wie flexibel ist der BIM-Prozess? Diese Frage stellte sich für RKW Architektur + beim Projekt New Office Düsseldorf. Die Architekten planten zunächst in AutoCAD 2D und wechselten auf Wunsch des Generalübernehmers erst in Planungsphase 5 in die BIM-Methode. Damit wurde der Beweis erbracht, dass BIM auch funktioniert, wenn nicht vom ersten Tag an alle Parameter im Modell festgelegt sind.

BESONDERHEIT

Flexibler Einstieg ins Projekt und flexible Zuweisung von Rollen im Planungsprozess. 

Projekt

New Office
Düsseldorf

Bauherr

SRE Projekt 1 GmbH & Co. KG
c/o STRABAG Real Estate

Architekten

RKW Architektur +, Düsseldorf

BGF

36.000
m2

Fertigstellung

Herbst
2020

 

Mehr zum Projekt

In der Hansaallee in Düsseldorf-Oberkassel entsteht derzeit eines der modernsten Bürogebäude Deutschlands. Auf dem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Rheinbahn-Verwaltungsgebäudes errichtet die Deutschland-Zentrale des Immobilienunternehmens STRABAG den Neubau mit fünf Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss. Auffällig ist die gerundete Glas-Klinker-Fassade, die dem Gebäude einen sehr eigenständigen Charakter verleiht. Geplant ist die Fertigstellung für Herbst 2020. Auf 36.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche sollen dann mehrere Unternehmen als Mieter einziehen.

 

Mehr zur Umsetzung

Das Architekturbüro wurde zunächst für die Planungsleistungen nach HOAI 1 bis 4 beauftragt. In diesen Phasen wurde die Planung in AutoCAD 2D durchgeführt. Die weiteren Leistungsphasen wollte der Generalübernehmer ZÜBLIN nach BIM-Standards mit Revit bearbeiten. Motivation dafür war vor allem die spätere Gebäudebewirtschaftung, die auf Grundlage der Modelldaten erfolgen sollte. Gemeinsam mit ZÜBLIN, deren Statikabteilung die Tragwerksplanung übernahm, erstellte RKW Architektur + einen Projektentwicklungsplan, in dem alle Modelliervorgaben und Leistungsbilder genau festgelegt wurden.

Praxistipp

Für eine optimale Steuerung fand in den ersten Monaten ein wöchentlicher Modellaustausch mit allen Fachplanern statt. Es stand also weniger die Software als die Kommunikation im Vordergrund.

 

Erfahrungswerte

Im Projektverlauf zeigte sich deutlich, dass die BIM-Methode auch dann sinnvoll ist, wenn nicht von Anfang an ein starres, bürokratisches Regelwerk vorliegt. Vielmehr kann BIM auch „agil" eingesetzt werden. Das betrifft sowohl den Zeitpunkt des Einstiegs als auch die weitere Vorgehensweise. So vereinbarte man beim New Office Düsseldorf, die technische Prüfung bei ZÜBLIN anzusiedeln und die Koordinationsmodelle an RKW Architektur + zur planerischen Koordination zu übergeben. Diese Rollenverteilung hat sich bewährt und sorgte für ein tiefgreifendes Verständnis der gegenseitigen Anforderungen. Dadurch wurden Fehler vermieden und Etappenziele schneller erreicht.

 

„BIM ist kein Hexenwerk. Es zeigt sich immer wieder, dass viele Prozesse in der bewährten und bekannten Art ablaufen, nur eben besser, genauer und manchmal sogar schneller.“

Ralf Wetzel
BIM Gesamtkoordinator, RKW Architektur+

 

Zusammenfassung

1Der Umstieg von konventioneller Planung auf BIM
kann in jeder HOAI-Leistungsphase erfolgen.

2Erforderlich ist ein enger Abstimmungsprozess mit eindeutigen Regeln.

3Alle Fachplaner sollten von Anfang an in den Prozess einbezogen sein.

 

Die Architekten

RKW Architektur + ist mit 350 Mitarbeitern eines der größten Architekturbüros in Deutschland. Zu den Auftraggebern zählen private Immobilienunternehmen ebenso wie die öffentliche Hand. Der Schwerpunkt des Düsseldorfer Büros liegt auf Gewerbe- und Industriegebäuden, es ist aber auch im Wohnungsbau tätig. Seit 2015 hat RKW Architektur + etwa 45 Projekte nach BIM-Standards geplant und gilt als Vorreiter in der Branche. Für die BIM-Gesamtkoordination ist Dipl.-Ing. Ralf Wetzel verantwortlich.

 

„Das New Office Düsseldorf war insofern eine Herausforderung, weil der agile Planungsprozess eine kooperative Grundhaltung aller Beteiligten erforderte.“

Ralf Wetzel
BIM-Gesamtkoordination RKW Architektur +

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