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Die erweiterte Rolle der Konstrukteure:

Weshalb soziale Kompetenzen heute wichtiger sind denn je

Produktentwicklung

Früher war alles einfacher. Zumindest im Vergleich zu heute.

Die Konstrukteure von früher – und wir sprechen hier von etwa von vor 15 Jahren – konnte man sich beim Konstruieren hauptsächlich auf Form und Funktion konzentrieren. Sie mussten sicherstellen, dass die Konstruktion technisch gesehen funktionierte. Das allein ist offensichtlich schon eine Herausforderung. Doch die Dinge haben sich geändert. Zwar müssen sich Konstrukteure beim Konstruieren auch heute noch mit den gleichen Aspekten wie früher beschäftigen, allerdings kommt nun auch noch die Aufgabe dazu, den Input von zahlreichen Beteiligten, wie Hersteller, Lieferanten und Endkunden zu integrieren.

Es besteht kein Zweifel daran, dass technische Versiertheit für Konstrukteure schon immer eine wichtige Eigenschaft war. Doch das alleine reicht nicht mehr aus. Heute müssen Konstrukteure nicht nur Feedback einholen, fördern, sammeln und in ihre Konstruktionen integrieren, sondern sie sind außerdem dafür zuständig, mit den zahlreichen Projektbeteiligten Kompromisse auszuhandeln. Sie bilden die Brücke zwischen den Zielen des Unternehmens, Umsatz und Wirtschaftlichkeit, Erwartungen des Kunden in Hinsicht auf Verhalten und Eigenschaften des Produkts. Dabei sollen am Ende noch sämtliche Erwartungen übertroffen werden.

Zur erfolgreichen Führung dieser heiklen Gespräche sind soziale Kompetenzen notwendig.

Soziale Kompetenzen ermöglichen es Ihnen, den Input aller Beteiligten mit viel Fingerspitzengefühl unter einen Hut zu bringen. Die fachlichen, technischen und erlernten Kompetenzen stehen im Gegensatz zu den sozialen Kompetenzen und setzen sich aus den Persönlichkeitseigenschaften und Charakterzügen zusammen, die einen guten Kommunikator ausmachen.

Technische Versiertheit

In den Medien werden Konstrukteure und Wissenschaftler oft – und meist zu Unrecht – so dargestellt, als wären ihnen diese Charaktereigenschaften fremd. Sie wurden in der Vergangenheit zuweilen mit der Comicfigur „Dilbert“ verglichen. Man sah sie vor sich, wie sie mit gesenktem Kopf am Schreibtisch saßen und wie von ihrem Job erwartet zahlreiche mathematische Formeln lösten, bevor sie sich der nächsten Konstruktion widmeten.

Es mag stimmen, dass Sie sich als Konstrukteur oft auf die technischen Details einer Konstruktion konzentrieren und sich dabei zeitweise sogar in diesen verlieren. Das ist auch gut so, denn Ihr Beruf des Konstrukteurs ist technisch höchst anspruchsvoll. Ihr übergeordnetes Ziel besteht jedoch in der Entwicklung einer Konstruktionslösung, die allen Anforderungen gerecht wird und sämtliche Zeit- und Budgetvorgaben erfüllt, auch wenn diese zunächst nicht miteinander vereinbar scheinen.

Um dieses Ziel zu erreichen, mussten die Konstrukteure von früher u. a. sicherstellen, dass die Konstruktion den Belastungen standhält, dass sie leicht genug ist, dass sie funktioniert und dass sie eine gewisse Leistung erbringt. Die Produkte von heute müssen jedoch wichtige operative und betriebliche Vorgaben erfüllen, die sich auf die Konstruktionslösung auswirken. Die Fertigungskosten haben einen direkten Einfluss auf die niedrigen Gewinnmargen der heutigen Unternehmen. So können beispielsweise bereits kleinste Unstimmigkeiten in der Konstruktionsgeometrie zu erheblichen Verzögerungen und höheren Kosten in der Produktion führen.

Folglich müssen Sie als Konstrukteur nicht nur ein gutes mathematisches Verständnis haben, sondern auch in der Lage sein, Feedback und Input von einer großen Anzahl an Produkt- und Projektbeteiligten einzuholen und zu integrieren. Diese Tatsache hat bedeutende Auswirkungen auf Ihre Tätigkeit als Konstrukteur in der heutigen Welt. Heute ist ein Produkt das Ergebnis der Zusammenarbeit von so vielen Projektbeteiligten wie nie zuvor, die gemeinsam das endgültige Produkt gestalten und entwickeln.

Der Käufer des Endprodukts, sei es ein Privatkunde oder ein Unternehmen, betrachtet seinen Kauf als Aufbau und Festigung einer dauerhaften Beziehung mit dem Hersteller des Produkts. Die Projektbeteiligten wissen von Anfang an, welch wichtige Rolle eine solche Beziehung spielt. Doch gleichzeitig müssen sie die Fertigungskosten im Auge behalten.

Und Sie als Konstrukteur müssen jeden einzelnen Projektbeteiligten berücksichtigen.

Mit Projektbeteiligten zusammenarbeiten

Zu den Projektbeteiligten gehören möglicherweise Mitarbeiter der Einkaufsabteilung, die Informationen über potenzielle Lieferanten und deren Preise liefern. Auch Ingenieure aus der Fertigung sind eventuell am Projekt beteiligt und müssen für Fragen zur Produktion hinzugezogen werden. Fachleute aus Wartung und Kundendienst haben ihre eigenen Ansichten zu den Erfordernissen von Reparatur und Instandhaltung, was ebenfalls berücksichtigt werden muss. Des Weiteren sind möglicherweise auch Mitarbeiter aus der Marketingabteilung am Projekt beteiligt, die potenzielle Endkunden kennen und einen Einblick geben können, wie das Produkt den Bedürfnissen dieser Kunden am ehesten gerecht wird. Und letztendlich sollten auch die Lieferanten genannt werden, bei denen Zulieferteile angefragt und die in Bezug auf die zu liefernden Teile stets auf dem Laufenden gehalten werden müssen.

Sie selbst stehen im Zentrum dieses Kreises an Projektbeteiligten. Sie müssen mit den Projektbeteiligten auf allen Seiten zusammenarbeiten, sich persönlich einsetzten, verbindlich sein und zuhören können.

Das kann je nach Ihrem Persönlichkeitstyp eine recht große Aufgabe sein. Glücklicherweise bieten zahlreiche Organisationen weltweit Schulungen zu sozialen Kompetenzen für Konstrukteure und andere Mitarbeiter an. Wie auch technische Fähigkeiten können Sie den Umgang mit anderen Menschen erlernen – natürlich nur bis zu einem gewissen Grad. Darüber hinaus stehen Ihnen auch neue Technologien zur Verfügung, die Ihnen die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Projektbeteiligten im jeweiligen Kontext erleichtern. Dabei kann es sich beispielsweise um die Zusammenarbeit an einer 3D-Konstruktion oder einer Stückliste, um die gemeinsame Bearbeitung eines Lastenhefts oder einer Kostenschätzung handeln.

Früher konnten die Eigenschaften einer Konstruktionslösung allein mithilfe von Gleichungen und Formeln vorhergesagt werden. Doch nicht alle Unternehmensmerkmale können in Zahlen ausgedrückt werden. Soziale Kompetenzen sind beispielsweise nur schwer zu quantifizieren, stellen jedoch einen wichtigen Teil dar.

Da Sie ein breites Spektrum von Projektbeteiligten einbeziehen müssen, um eine ausgereifte Konstruktionslösung zu entwickeln, sind soziale Kompetenzen unabkömmlich. Denken Sie daran: „Dilbert“ ist ein Stereotyp, dem nur die wenigsten Konstrukteure entsprechen. Und auch wenn Sie nur eine Auffrischung benötigen, kann soziale Kompetenz, wie so viele andere Kompetenzen, erlernt werden.

Glauben Sie, dass „soziale Kompetenzen“ für den Beruf des Konstrukteurs wichtig sind? Warum oder warum nicht? Haben sich die Rolle des Konstrukteurs und die Bedeutung seiner Persönlichkeit im Laufe der Jahre geändert?

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