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Maschinenbauer werden zu Unternehmern – Hochleistungsräder von Flo Cycling

Jon und Chris Thornham gleichen sich nicht nur äußerlich wie ein Ei dem anderen, auch ihre bisherigen Laufbahnen könnten ähnlicher nicht sein.

Nach der High-School studierten beide Maschinenbau an der University of New Brunswick, wo sie den Umgang mit AutoCAD und Inventor erlernten. Dann zogen sie nach Las Vegas und arbeiteten gemeinsam in der Abwasserplanung, bevor sie sich – wieder gemeinsam – als beratende Ingenieure dem Vertrieb zuwandten.

Vor fünf Jahren hatte Chris jedoch eine zündende Idee. Als Triathlet war er immer wieder schockiert, wie teuer die Laufräder für sein Fahrrad waren. Hier, so war er überzeugt, bot sich eine gute Geschäftsgelegenheit für seine Kenntnisse im Maschinenbau. Aus der Überzeugung heraus, dass gute Qualität nicht unbedingt mit einem exorbitanten Preis einhergehen muss, gründete Chris Thornham mit seinem Zwillingsbruder Jon das Start-up Flo Cycling.

Mit freundlicher Genehmigung von Sebron Snyder

„Ich war gar kein Radfahrer, aber Chris war auf der Suche nach Laufrädern für sein Rennrad“, erklärt Jon Thornham. „Damals gab es zwei Arten von Anbietern. Die einen investierten eine Menge in Forschung und Entwicklung, beschäftigten viele Ingenieure und führten Aerodynamiktests durch. Diese Firmen produzierten extrem schnelle Räder, verkauften sie aber über herkömmliche Vertriebskanäle. So kamen gleich sehr viele Kostenpunkte zusammen, und am Ende war das Produkt zwar gut, aber sehr, sehr teuer – zwischen 2.500 und 3.000 US-Dollar für das Paar.“

„Dann gab es Firmen, die direkt an den Endkunden verkauften und so die Handelsspanne einsparten“, so Jon weiter. „Leider aber kauften die einfach nur Standardprodukte im Ausland ein, was eigentlich jeder machen kann. Die Technologie war alt und nicht besonders schnell. So waren diese Laufräder zwar günstiger, aber eben auch von bescheidener Qualität.“

Als gelernte Maschinenbauingenieure wussten die Brüder, dass sie ein hochwertiges Produkt schaffen konnten, das dank des Direktvertriebs nicht teuer sein musste. Also wagten sie den Schritt ins Unternehmertum. Bei ihren ersten Entwürfen für die Modelle FLO 60, FLO 90 und FLO DISC arbeiteten sie sowohl mit Inventor als auch mit AutoCAD. AutoCAD spielte für die Kommunikation mit dem Hersteller in Taiwan eine wichtige Rolle, da dieser mit DWG-Dateien arbeitete.

Mit freundlicher Genehmigung von Flo Cycling

„Ehrlich gesagt wusste ich recht wenig über die verschiedenen Teile eines Laufrads“, gibt Jon zu. „Aber ich habe schnell gelernt und mit dem ersten Entwurf begonnen. Zu dieser Zeit arbeiteten die meisten Unternehmen noch mit physischen Prototypen, die sie im Windkanal testeten.

„Ein Windkanal ist teuer und kostet zwischen 600 und 800 US-Dollar die Stunde. Dazu kommen noch die Kosten für die Herstellung des Prototyps“, erzählt Jon weiter. „Indem wir unsere Konstruktionen von Anfang an in Autodesk-Software entworfen und die Strömungsmechanik dann in einer CFD-Lösung simuliert haben, konnten wir untersuchen, wie sich unser Produkt im Windkanal verhält – ohne schon während der Entwicklung für den Windkanal und den physischen Prototyp bezahlen zu müssen. Den Windkanal haben wir erst zur Überprüfung des fertigen Produkts gebraucht, weil wir davor alles in Software von Autodesk konstruiert, simuliert und getestet hatten. Unsere Laufräder sind sehr schnell, und damit haben wir uns einen Namen gemacht.“

Mit freundlicher Genehmigung von Flo Cycling

Aber auch die Brüder Thornham stellten fest, dass die Gründung eines Unternehmens nicht immer reibungslos verläuft. Wie die meisten Start-ups mussten auch sie mit anfänglichen Rückschlägen fertig werden, beispielsweise mit dem Rückzug eines Investors und mit Problemen in der Fertigung. Heute sind die Zwillinge froh, dass sie trotz der Schwierigkeiten nicht aufgegeben haben: Ihre softwarebasierten Konstruktions- und Berechnungsverfahren, kombiniert mit dem Direktvertrieb, sind ein durchschlagender Erfolg geworden. Für wenig Geld bekommen Kunden bei Flo Cycling ein echtes Spitzenprodukt.

Die acht Laufradmodelle, die Flo Cycling derzeit im Angebot hat, werden dieses Jahr noch um weitere sechs erweitert. Für die neuen Modelle stand Jon und Chris Thornham bereits ein größeres Forschungs- und Entwicklungsbudget zur Verfügung. Inventor ist zum wesentlichen Bestandteil eines mehrstufigen Prozesses geworden, der sich immer weiter von den traditionellen Testverfahren im Windkanal entfernt.

„Wir wollten herausfinden, wie wir unsere Produkte genau an dem ausrichten können, was der Sportler auf der Strecke braucht“, erklärt Jon. „Also haben wir ein Gerät entwickelt, das sich vorn auf das Rad montieren lässt, und damit haben wir in verschiedenen Streckenabschnitten des Ironman und unter unterschiedlichsten Fahrbedingungen 110.000 Datenpunkte gesammelt. Die haben wir dann analysiert und daraus einen Algorithmus entwickelt.“

Mit diesem Algorithmus gingen Jon und Chris auf die Suche nach den Bauformen, die die höchsten Geschwindigkeiten zuließen. Statt 10 oder 12 Formen im Windkanal zu testen, berechneten sie 500. Sie überließen die Arbeit der Software und erhielten am Ende die optimale Konstruktion.

Mit freundlicher Genehmigung von Flo Cycling

„Von der Aerodynamik und der Geschwindigkeit her sind wir mittlerweile gleichauf mit den Top-Firmen, die schon seit zwanzig Jahren im Geschäft sind“, berichtet Jon Thornham. „Dass wir diesen Punkt viel schneller erreicht haben, liegt an unseren Konstruktions- und Berechnungsverfahren und an der Software, die wir dafür verwenden. Wer unsere Laufräder kauft, erhält ein Produkt mit denselben Eigenschaften wie bei einem Produkt eines etablierten Spitzenherstellers, das aber viel mehr kostet.“

Und welchen Ratschlag würden die beiden Brüder anderen Maschinenbauingenieuren geben, die auch den Schritt ins Unternehmertum wagen möchten?

„Wer ein Unternehmen gründen möchte, das Produkte herstellt, sollte wissen, dass die Fertigung ein sehr komplexer Vorgang ist“, stellt Jon fest. „Ich empfehle dringend, mit einer guten Software zu arbeiten, die eventuelle Fehler früh genug findet und so hohe Kosten spart. Moderne Software kann die Entwicklungs- und Produktionsprozesse entscheidend vereinfachen – weit mehr, als sich die meisten denken.“

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