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Kreativität und BIM erschaffen ein architektonisches Schmuckstück für Bulgari

Bologna, Italien // Autodesk AEC Collection

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Das Unternehmen

Open Project wickelt Architektur- und Bauprojekte ab und verwendet dafür einen integrierten, multidisziplinären Ansatz, mit dem der komplette Projektlebenszyklus betreut wird – vom Entwurf bis zur Koordination der Bauarbeiten. Dafür beschäftigt Open Project an den beiden Standorten Bologna und Abu Dhabi rund 50 Ingenieure, Architekten und Konstrukteure.

BIM liegt allen Planungsaktivitäten von Open Project zugrunde. BIM ermöglicht die innovative und effiziente Verwaltung von Projekten und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Mitarbeiter in den Bereichen Architektur, Statik, Industrie und Energiemanagement. Mit diesem Ansatz konnte Open Project den Bau des neuen Werks von Bulgari, Bulgari Gioielli Spa, von der Planung bis zur Übergabe betreuen. Es galt, eine Produktionsstätte und ein Verwaltungsgebäude zu errichten, die nicht nur die grundsätzlichen Anforderungen an Effizienz und Sicherheit erfüllen, sondern auch dem Ruf einer internationalen Marke gerecht werden, die sich als Galionsfigur des italienischen Luxussektors etabliert hat.

"Dank der Autodesk-Lösungen konnten wir ein Gebäude entwerfen, das nicht nur den Stil und den Wert der Marke Bulgari widerspiegelt, sondern sich auch durch ein hohes Maß an Effizienz und Sicherheit auszeichnet."

—Giacomo Bergonzoni, BIM Manager, Open Project

 
Bulgari Gioielli Spa - Bild mit freundlicher Genehmigung von Open Project

Bild mit freundlicher Genehmigung von Open Project

Die Herausforderung

Das neue Werk Bulgari Gioielli Spa sollte den kunsthandwerklichen Charakter des Unternehmens widerspiegeln, gleichzeitig aber auch den industriellen Anforderungen gerecht werden. „Uns gefiel die Idee, einen neuen Produktionsbetrieb in einem historischen Bauernhaus entstehen zu lassen, dem eine gewisse lokalgeschichtliche Bedeutung zukommt: Genau hier befand sich einst die Werkstatt des ersten Goldschmieds in Valenza Po“, berichtet Luca Drago, ein Open Project-Partner.

„Die ursprüngliche Grundfläche des Bauernhauses blieb erhalten und wurde um einen Anbau aus Stahl und Glas ergänzt, in dem die Büros des Managements untergebracht sind. Von hier aus gelangt man in ein quadratisches Gebäude mit einem Innenhof, das die komplette Produktion beherbergt.“ Der Bau vereint Ästhetik und Effizienz und erfüllt auch die strengsten Sicherheitsanforderungen. „Um das komplette Gebäude herum verläuft in einem Abstand von sechs Metern eine externe Konstruktion aus Aluminium, die dem Komplex ein einzigartiges, elegantes Aussehen verleiht“, so Luca Drago. 

Die Lösung

Während der Koordinations- und Kooperationsphasen dieses straff organisierten Projekts waren BIM und verschiedene Autodesk-Lösungen von wesentlicher Bedeutung.

„Die zeitlichen Vorgaben waren sehr eng, und mehrere Teams – Architekten, Statiker und Industrieplaner – mussten gleichzeitig an demselben Modell arbeiten“, erklärt Giacomo Bergonzoni, BIM-Manager bei Open Project. „Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass wir dank der Autodesk-Lösungen und BIM-Kompatibilität erheblich effizienter arbeiten und alle Anforderungen des Kunden erfüllen konnten.“

BIM bietet einen multidisziplinären Ansatz, der die Planung beschleunigt und das Fehlerrisiko verringert

Die Architecture, Engineering & Contruction Collection von Autodesk umfasst eine Reihe von BIM-Werkzeugen für die Bauplanung, den Tief- und Infrastrukturbau und die Bauinfrastrukturplanung. Mithilfe dieser Werkzeuge wurde ein einzigartiges multidisziplinäres Modell für das Werksgelände entwickelt, das angesichts der Art dieses Projekts sehr komplex ausfiel. „Im Werk gibt es ungefähr 200 Goldschmiede-Arbeitsstationen, und jede davon muss mit den richtigen Werkzeugen ausgestattet sein“, erläutert Giacomo Bergonzoni. „Nur mithilfe eines integrierten Ansatzes basierend auf Autodesk Revit konnten wir das passende Modell entwickeln und so die statischen und architektonischen Elemente, die Innenarchitektur und die Gebäudekonstruktion koordinieren.“

Autodesk Revit war ein elementarer Bestandteil der Einbindungsphase. „Die tatsächlich benötigten Mengen der erforderlichen Bestandteile und Materialien waren direkt aus dem Modell ersichtlich“, erklärt Giacomo Bergonzoni. „So konnten wir dem Kunden eine detaillierte und realistische Einschätzung geben, auf deren Grundlage er die Ausschreibung vornahm. Zudem dienten die von uns zusammengestellten Informationen als Entscheidungshilfe bei der Auswahl der zu beauftragenden Unternehmen.“

BIM vereinfachte den LEED (Leadership in Energy and Environmental Design)-Zertifizierungsprozess, sodass die Produktionsanlage die Qualitätsstufe „LEED Gold“ erreichte. Damit ist die Manifattura Bulgari der erste Betrieb in Italien, der derart hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllt. Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt in der Integration von LEED in den BIM-Prozess, die durch die Nutzung von Lösungen wie Autodesk Dynamo und Insight 360 gelang. Diese Komponenten erfassen bereits ab der Planungsphase Daten über die Umweltqualität, die Energieeffizienz und den Energieverbrauch.

 „Für den Entwurf der Gebäudehülle haben wir Autodesk Advance Steel verwendet, ein Software-Programm, das speziell für die Modellierung von Stahl entwickelt wurde. Der Einsatz dieser Lösung hat wesentlich zum Erfolg dieser Projektphase beigetragen“, erklärt Giuliana Poli, Statikerin bei Studio Tecnico Majoviecki. Dieses Unternehmen arbeitete zusammen mit Open Project an dieser Komponente. „Dann haben wir das Projekt in Revit importiert und in das BIM-Modell integriert, um mit der Gesamtentwicklung fortzufahren.“

Bulgari Gebäude Bild mit freundlicher Genehmigung von Open Project

Bild mit freundlicher Genehmigung von Open Project

Open Project verwendete Autodesk Navisworks, um das Gebäude sowie die Baugruppe der vorgefertigten Stahlbetonelemente, die in die Konstruktion integriert sind, in 4D zu simulieren. Dadurch konnten die verschiedenen Phasen der Bauausführung analysiert und auf mögliche Kollisionen zwischen den beteiligten Teams überprüft werden.

Ganz allgemein gesehen war der BIM-Prozess während der gesamten Implementierungsphase eine große Unterstützung bei der Leitung der Bauarbeiten, denn er erleichterte die Koordination der verschiedenen Gewerke. Außerdem konnten so im Projektverlauf verschiedene Variablen richtig eingeschätzt werden, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf die Gesamtkosten.

Da nun eine virtuelle Version des Gebäudes zur Verfügung stand, war es möglich, das Werk schnell am Computer zu skalieren. „Bulgari konnte seinen Mitarbeitern das neue Werk zeigen“, berichtet Luca Drago. „Wir nutzten die Online-Rendering-Dienste von Autodesk, um eine virtuelle Version der Innenbereiche zu erstellen. So konnten wir sehen, wie die zukünftigen Büroräume aussehen würden.“

Das Ergebnis

Die erfolgreiche Arbeit an Bulgari Gioielli Spa bestätigte Open Project darin, auch zukünftig noch mehr auf BIM und Autodesk-Lösungen zu setzen. „Für ein Unternehmen in unserem Tätigkeitsfeld sind die Architecture, Engineering & Construction Collection und BIM ein zentraler Bestandteil der Projektabwicklung, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil wir unsere Arbeitsweise zukunftsfähig gestalten wollen“, führt Luca Drago aus.„Wenn alle Mitarbeiter am selben multidisziplinären Modell arbeiten, sind die für das Projekt verwendeten Informationen und Daten immer aktuell und synchron. Für ein Unternehmen wie unseres, bei dem Mitarbeiter von verschiedenen Standorten aus zusammenarbeiten müssen, ist diese Vorgehensweise von unschätzbarem Wert.“

Durch die gleichzeitige Entwicklung architektonischer, statischer, industrieller und innenarchitektonischer Komponenten konnten außerdem die endgültigen Auswirkungen und Ergebnisse des Gebäudes und seiner Komponenten in Echtzeit überprüft werden. Dank des BIM-Ansatzes konnte Open Project die Anzahl der Fehler während der Planungsphase reduzieren, die Implementierungszeit verkürzen und dadurch die mittel- und langfristigen Betriebskosten senken. Diese Ergebnisse können mit keinem der herkömmlichen branchenüblichen Ansätze erzielt werden.

Eingesetzte Software