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CAD MANAGER CENTER

Tipps für den Aufstieg vom CAD-Manager zum CIO

Robert Green

Dieser Artikel wurde von den Cadalyst-Redakteuren geschrieben. Dieses Magazin mit zugehöriger Website bietet Software- und Hardwareinformationen sowie Ratschläge und Tipps für CAD-Manager und -Anwender. Die Veröffentlichung an dieser Stelle erfolgt mit Genehmigung des Herausgebers.

Angenommen, Sie möchten als CAD-Manager in beruflicher Hinsicht die nächste Stufe erklimmen. Eine logische Frage könnte dann lauten: Was wäre die nächste Stufe? Einige CAD-Manager steigen in die Konstruktionsleitung bzw. technische Leitung auf, andere wechseln vielleicht ins IT-Management – eine weniger bekannte, aber dennoch sehr realistische Möglichkeit für CAD-Manager ist der Umstieg zum Chief Information Officer (CIO). In dieser Position geht es zu gleichen Teilen um IT, Software und Unternehmensstrategie; es werden also weit mehr Bereiche angesprochen als nur CAD. Für alle, die bereit sind, ihren Horizont zu erweitern und ausreichend Arbeit zu investieren, ist die CIO-Position vielversprechend: Sie bietet nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch eine höhere Vergütung – einer Studie von PayScale.com aus dem September 2015 zufolge liegt der Median des Jahreseinkommens bei 149.058 US-Dollar (umgerechnet 138.413 Euro).

 

In diesem Artikel wird untersucht, welche Möglichkeiten sich Ihnen für eine Beförderung zum CIO bieten. Legen wir also los!

Berufswechsel

Das Wichtigste zuerst: Wenn Sie eine berufliche Veränderung vom CAD-Manager zum CIO anstreben, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass dies ein großer Schritt ist. Er erfordert eine sorgfältige Planung, umfassende neue Fähigkeiten, unabhängige Lernprozesse bzw. akademische Wissensaneignung sowie einen anderen Ansatz für das Technologiemanagement. Für die meisten CAD-Manager ist das die Stunde der Wahrheit: Es gilt, sich intensiv in verschiedene neue Themen einzuarbeiten, und das ist nicht leicht. Sie müssen Ihre Kompetenz mindestens um folgende Aspekte erweitern:

 

  • Informationssicherheit
  • Solides IT-Wissen
  • Kenntnisse zu allgemeinen Unternehmenssystemen
  • Optimierung von Arbeitsabläufen
  • Renditeanalyse
  • Langfristige Geschäftsplanung
  • Weiterbildung und Erfahrungssammlung
  • Personalführung

 

Zusätzlich zur Kompetenzerweiterung ist es auch erforderlich, sich einige neue Einstellungen und Philosophien in Bezug auf die neue Tätigkeit zu eigen zu machen:

 

  • Sie müssen strategisch denken, statt nur einen eingegrenzten Bereich zu berücksichtigen.
  • Sie müssen delegieren, statt sich selbst um alles zu kümmern.

 

Betrachten wir die einzelnen Punkte etwas genauer.

Informationssicherheit

Schon in der Stellenbezeichnung CIO kommt der Begriff Information vor – ein erster Hinweis darauf, dass die Sicherung der Unternehmensinformationen ein wichtiger Teil Ihres Aufgabenbereichs ist. Tatsächlich ist langfristige Datensicherheit wahrscheinlich die wesentliche Verantwortung des CIO. Betrachten Sie die folgenden Fragen, um einen Eindruck davon zu erhalten, wie vielfältig die sicherheitsbezogenen Herausforderungen für einen CIO sind:

 

  • Was tut das Unternehmen, um die eigenen Netzwerke zu sichern?
  • Welches Konzept vertreten wir im Zusammenhang mit cloudbasierten Systemen?
  • Welche Richtlinien gelten im Unternehmen für die Nutzung privater Geräte?
  • Wie sorgen wir bei Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen, für Datensicherheit?
  • Welche Protokolle gelten mit Blick auf die Eindämmung von Problem mit Viren und Malware?
  • Welche Regelungen haben wir für die Datenwiederherstellung bei Notfällen sowie für Datensicherung und -archivierung?

 

Diese Aspekte hängen sehr stark mit der IT zusammen, tatsächlich ist aber in jedem Fall eine strategische Entscheidung erforderlich, an der der CIO beteiligt ist. Der CIO muss Richtlinien zum Schutz der Unternehmensdaten festlegen und das IT-Team so instruieren, dass die Richtlinien bestmöglich umgesetzt werden.

 

Einzelaufgaben:

 

  • Verstehen der aktuellen Richtlinien des Unternehmens
  • Erkennen von sicherheitsbezogenen Mängeln der aktuellen Richtlinien
  • Analysieren von Kosten und Nutzen der aktuellen Richtlinien für Datensicherung und -archivierung
  • Gründliches Überprüfen von Notfallplänen und Beheben von Unzulänglichkeiten

 

Achten Sie beim Betrachten der Einzelaufgaben darauf, nicht mehr wie ein einzelner Anwender zu denken sondern wie eine Führungskraft, die abwägen muss zwischen dem Nutzen für das gesamte Unternehmen einerseits und den Bedürfnissen der einzelnen Anwender andererseits. Es ist nicht immer einfach, zu einer solchen übergeordneten Perspektive zu gelangen, einem effektiven CIO muss dies jedoch gelingen.

Solides IT-Wissen

Wie erwähnt basieren viele CIO-Entscheidungen zu strategischen Richtlinien sehr stark auf Wissen zu den vorhandenen Netzwerken und IT-Systemen. Daraus ergeben sich die folgenden Fragen:

 

  • Wie steht es um Ihr allgemeines IT-Wissen?
  • Wie viel wissen Sie über die IT-Infrastruktur Ihres Unternehmens?

 

Die meisten CAD-Manager verfügen bereits über grundlegende Kenntnisse der Verzeichnisstrukturen, Berechtigungen und allgemeinen Wide-Area-Netzwerk-Konzepte. Um Richtlinienentscheidungen auf CIO-Ebene treffen zu können, benötigen Sie allerdings, wie Ihnen zweifellos schon bekannt ist, ein umfassendes IT-Wissen.

 

Einzelaufgaben:

 

  • Erweitern des allgemeinen IT-Wissens durch Selbststudium
  • Verstehen der Serverstruktur, Internetanbindung und Internetgeschwindigkeit sowie der aktuellen IT-Richtlinien im Unternehmen

 

Wenn Sie bereits über solide IT-Kenntnisse verfügen, müssen Sie eine Erkundung starten, um genau zu verstehen, wie Ihr vorhandenes Netzwerk konfiguriert ist. Sind Ihre IT-Kenntnisse dagegen wenig ausgeprägt, sollten Sie ernsthaft eine Online-Weiterbildung oder einen formalen Ausbildungsgang in Betracht ziehen, um sich mit allen erwähnten Netzwerkkonzepten vertraut zu machen. Letztlich muss ein CIO die IT-Infrastruktur des Unternehmens verwalten – ohne solide allgemeine IT-Kenntnisse ist das nahezu unmöglich.

Allgemeine Unternehmenssysteme

Wie viel wissen Sie über die außerhalb des CAD-Bereichs vorhandenen Computersysteme in Ihrem Unternehmen? Betrachten Sie die folgenden Fragen:

 

  • Welches Kostenrechnungssystem wird im Unternehmen verwendet?
  • Wie werden Stundenaufzeichnungen und Rechnungen im Unternehmen verwaltet?
  • Welches E-Mail-System wird im Unternehmen verwendet?
  • Von welchen Anbietern stammen die Server, Switches und ähnliche Komponenten?
  • Sind die Telefone im Unternehmen VOIP-basiert?
  • Von welchem Lieferanten stammen die Mobiltelefone im Unternehmen?

 

Als CIO obliegt Ihnen nicht unbedingt die Administration all dieser Systeme – Sie sind in diesem Zusammenhang aber für ein effektives Management zuständig und benötigen dafür ein Basiswissen zu den einzelnen Technologiekomponenten.

 

Einzelaufgaben:

 

  • Recherchieren, bis die oben aufgeführten Fragen beantwortet werden können
  • Lesen von IT-Publikationen mit Relevanz für mehrere Branchen (i-like InfoWorldC|NET News und Tom’s IT Pro)
  • Anlegen eines Benutzerkontos bei com, einem Anbieter von Software-Applikationen für das IT-Management, und Verfolgen der dort verfügbaren IT-Foren, um kostenlose Informationen und Ratschläge zu erhalten

 

Für die meisten CAD-Manager, die in eine CIO-Position wechseln, müssen den Übergang schaffen vom Fachexperten auf einem einzelnen Gebiet (CAD) zu einem Funktionsexperten für alle Abteilungen, die von der Informationsstrategie des Unternehmens betroffen sind.

Optimierung von Arbeitsabläufen

Ein wirklich cleverer CIO denkt nicht nur isoliert an die Werkzeuge, sondern auch an die Arbeitsablaufmethoden und Arbeitsablaufoptimierung. Wenn es darum geht, eine umfassende Strategie für den Einsatz von IT/CAD und Unternehmenssystemen zur Förderung der Arbeitsabläufe im Unternehmen auszuarbeiten, sollte dies schließlich auch am ehesten dem CIO gelingen, nicht wahr? Um den Einstieg in die CIO-Denkweise zu finden, sollten Sie sich die folgenden Fragen stellen:

 

  • Wie sind die Arbeitsabläufe im Unternehmen aktuell geregelt?
  • Gibt es Bereiche, in denen die Informationssysteme tatsächlich ein Produktivitätshindernis sind?
  • Wie unterstützt das Unternehmen die Zusammenarbeit zwischen mehreren Niederlassungen?
  • Beschleunigen oder bremsen die vorhandenen Netzwerke das Tempo der Projektausführung?
  • Wie viel würde es kosten, bestehende Probleme zu beheben?

 

Einzelaufgaben:

 

  • Nachdenken über die oben gestellten Fragen
  • Erstellen eines Plans für Änderungen, die Sie vornehmen würden
  • Aufstellen eines Budgets für Ihren Plan

 

Diese Fragen und Einzelaufgaben sind hervorragende Beispiele für Herangehensweisen, die ein CIO für Arbeitsprozesse entwickeln muss. Er ist quasi Fachexperte, Anwender und Finanzverantwortlicher in einer Person – der CIO muss an alles denken, um das Puzzle der Arbeitsabläufe zu lösen.

Renditeanalyse

Als CIO wären Sie dafür zuständig, alle Computersysteme und Softwareprogramme zu aktualisieren und zu modernisieren – diese Systeme sind alle teuer, sodass nicht alle auf einmal erworben werden können. Vom CIO wird erwartet, bei teuren Anschaffungen Prioritäten zu setzen und zu entscheiden, was zu welchem Zeitpunkt gekauft wird. Bei dieser langfristig angelegten Ressourcenpriorisierung kommt der Renditeanalyse eine entscheidende Bedeutung zu.

 

Es geht bei der Renditeanalyse – auch als ROI-Analyse (Return on Investment) bezeichnet – darum zu ermitteln, welche Rendite mit einer bestimmten Investition verbunden ist. In fast allen CAD-Management-Szenarien generieren Investitionen eine positive Rendite, da sie zu einer Verringerung des Zeit- bzw. Arbeitsaufwands führen. Bei den meisten Investitionen, die Sie als CIO tätigen würden, kommt dieser Effekt ebenfalls zum Tragen. Mit jeder Anschaffung für das Unternehmen sollten also Einsparungen an Arbeitskosten verbunden sein, die die Ausgabe rechtfertigen. Da wir es meist mit Technologie zu tun haben, die nur wenige Jahre lang nutzbar ist (Computer, Server, Software) ist der Zeitrahmen für die Renditegenerierung in der Regel auf drei Jahre begrenzt.

 

Um mit der zu erwartenden Rendite argumentieren zu können, benötigen Sie umfassende Kenntnisse über die Begriffe und Konzepte rund um die Berechnung der Rendite und Amortisationsdauer. Lesen Sie zur Erweiterung Ihres Wissens das ROI-Glossar am Ende dieses Artikels.

 

Einzelaufgaben:

 

  • Vertrautmachen mit ROI-Begriffen
  • Erlernen des Formulierens von Budgetanträgen mithilfe von ROI-Begrifflichkeiten
    • Lesen Sie dazu meinen Cadalyst-Artikel, „Making Big Changes: Putting ROI into Action“. Er ist jetzt schon einige Jahre alt, aber nach wie vor relevant. Das Konzept der ROI-Begründung für IT-Anschaffungen wird darin ausführlich vorgestellt.
  • Antrainieren eines langfristigen Denkens

 

Beginnen Sie zur Erweiterung Ihres Zuständigkeitsbereichs über das CAD-Management hinaus damit, wie ein CIO zu denken: Ziehen Sie zur finanzbezogenen Rechtfertigung Ihrer Entscheidungen die ROI-Logik heran. Die neue Denkweise verankert sich nicht über Nacht, wird aber nach und nach zur neuen Normalität. Sie werden feststellen, dass Ihre Effektivität bei Budgetanträgen dadurch erheblich steigt – Sie erhalten die erforderlichen Genehmigungen von Vorgesetzten leichter, da Sie für jeden vorgeschlagenen Kauf stichhaltige Finanzargumente vorbringen.

Renditeanalyse

Mit der Renditeanalyse einher geht eine längerfristige Betrachtung der Computerwerkzeuge, die Ihr Unternehmen benötigt, um über einen drei bis fünf Jahre langen Zeitraum hinweg wettbewerbsfähig und produktiv zu bleiben. Die folgenden Fragen können zu einer Einschätzung der Situation beitragen:

 

  • Welche Systeme sind in fünf Jahren veraltet?
  • Welche Systeme müssen in einem Jahr modernisiert werden? Bei welchen Systemen steht in drei Jahren eine Modernisierung an?
  • Welche neuen Systeme werden benötigt, um neue Technologien zu nutzen?
  • Wie wirken sich Systemänderungen auf unseren Schulungsbedarf aus?
  • Welche neuen Kommunikationsinfrastrukturen müssen eingerichtet werden?

 

Sie sehen selbst: Damit der Sprung in die CIO-Position gelingt, müssen Sie diese längerfristige Betrachtungsweise in Ihr Denken integrieren und damit einen erheblich größeren Bereich abdecken als nur CAD.

 

Einzelaufgaben:

 

  • Beantworten der oben aufgeführten Fragen für Ihr Unternehmen
  • Nachdenken über die Schaffung eines ROI für die einzelnen Elemente

 

Wenn Sie in der Lage sind, den im Unternehmen entstehenden Bedarf zu prognostizieren und mit Begründungen gemäß ROI-Logik zu verbinden, sind Sie auf einem guten Weg zum Erlangen solider Geschäftsplanungsfertigkeiten.

Weiterbildung und Erfahrungssammlung

Bildungshintergrund von CIOs ist oftmals ein Bachelor-Abschluss im Bereich IT, Managementinformationssysteme, Ingenieurwesen oder Projektmanagement, kombiniert mit mehreren Jahren praktischer Erfahrung im Technologieumfeld. Einige Unternehmen setzten für die Position des CIO einen Master-Abschluss voraus. Immer mehr Unternehmen (insbesondere im Mittelstand) stellen heutzutage aber gerne CIOs ein, die stattdessen durch umfassende branchenspezifische Erfahrung auch mit dem Management des Technologiewandels für Wettbewerbsvorteile sorgen.

 

Als CAD-Manager, der eine CIO-Position anstrebt, könnte Ihre beste Bildungsstrategie vor diesem Hintergrund so aussehen:

 

  • Sammeln Sie praktische Erfahrung.
  • Bilden Sie sich durch berufsbegleitende Kurse weiter, und erwerben Sie die nötigen Abschlüsse.
  • Schließen Sie Ihr Bachelor-Studium ab (sofern Sie dies nicht bereits getan haben).
  • Bemühen Sie sich nach Möglichkeit um einen höheren Bildungsabschluss.

 

Ihre CAD-Management-Erfahrung zählt als Qualifikation für eine CIO-Position. Wenn Sie zusätzlich die Selbstdisziplin für Weiterbildung aufbringen, beweisen Sie damit starke Motivation, Organisationstalent und geistige Fähigkeiten – bei Personalmanagern machen Sie damit Eindruck.

Personalführung

Zu guter Letzt gehört zur langen Liste der CIO-Zuständigkeiten auch die Personalführung. Ein CIO ist wahrscheinlich der Vorgesetzte bzw. Leiter dieser Personen(gruppen):

 

  • IT-Leiter und IT-Mitarbeiter
  • CAD-Manager
  • IT-Auftragnehmer im Zusammenhang mit Informationstechnologie und Geräten

 

Ein effektiv arbeitender CIO kann Aufgaben delegieren und Mitarbeiter effizient führen. Wie kann man sich als CAD-Manager auf diesen Aspekt der CIO-Tätigkeit vorbereiten?

 

Einzelaufgaben:

 

  • Entwickeln und Einhalten eines professionellen Umgangs mit allen CAD-Anwendern
  • Genaues Beachten managementintensiver CAD-Aufgaben wie Einhaltung von Standards, Schulung und Budgetplanung
  • Delegieren geeigneter CAD-Aufgaben an die Anwender
  • Zusammenarbeiten mit dem Vorgesetzten, um mehr über Management zu lernen
  • Ab und an Lesen guter Bücher zum Thema Management

 

Das Entwickeln guter Führungsfähigkeiten kostet Zeit und Einsatz, ist aber möglich – auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Zusammenfassung

Ich hoffe, dieser Artikel hilft Ihnen zu entscheiden, ob eine CIO-Position das Richtige für Sie sein könnte, und unterstützt Sie gegebenenfalls dabei, Ihre Kompetenzen bestmöglich auszubauen. Wenn Sie in Ihrer beruflichen Laufbahn den CIO-Pfad einschlagen möchten, legen Sie zunächst einen persönlichen Strategieplan an, um sich den von mir angesprochenen Schwerpunkten zu widmen. Selbst wenn Sie erkennen sollten, dass eine CIO-Position für Sie nicht erstrebenswert ist, können Sie die Ratschläge für sich nutzen, um mehr wie eine Führungskraft zu denken und ein besserer CAD-Manager zu werden. In jedem Fall erzielen Sie einen beruflichen Nutzen.

ROI-Glossar

Return on Investment (ROI). Beim ROI (auch als Kapitalrentabilität und Kapitalrendite bezeichnet) handelt es sich einfach um die durch eine Investition erzielbaren Einsparungen geteilt durch den Investitionsumfang (das eingesetzte Kapital). Das Ergebnis ist ein Prozentwert. Würden Sie beispielsweise einen neuen Plotter einsetzen, der insgesamt 5.000 Euro kostet und pro Jahr 1.000 Euro an Einsparungen bringt, betrüge der ROI (1.000/5.000) • 100 %, also 20 %.

Jährliche Einsparungen: Der jährliche Produktivitätsgewinn (oder anders ausgedrückt die eingesparte Zeit) infolge der Investition in eine neue Technologie. Zur Umrechnung der Zeitersparnis in Geld können Sie die Arbeitskosten heranziehen. Wenn bei einem Mitarbeiter, der 50 Euro pro Stunde verdient, drei Stunden pro Monat eingespart werden, beträgt die jährliche Ersparnis 1.800 Euro (3 Stunden mal 12 Monate mal 50 Euro = 1.800 Euro).

Anmerkung: Wenn durch den Kauf neuer Hardware bzw. Software oder durch eine Schulung keine Zeit gespart werden kann, kann man sich tatsächlich auch gleich die Investition sparen, oder?

Auslagen im Jahr 1: Dies ist der ursprüngliche Betrag, der als Investition aufgewendet wird. Achten Sie darauf, alle für Hardware, Software und Schulungen gezahlten Beträge sowie die Auslagen in Form von Implementierungszeit, entgangener Produktivität aufgrund der erforderlichen Einarbeitung und ähnliche Komponenten einzubeziehen. Die Auslagen im Jahr 1 sind immer besonders hoch, da darin sehr viele Komponenten enthalten sind.

Wiederkehrende Auslagen: Dies ist der jährlich benötigte Betrag, der für die Instandhaltung des Investitionsguts anfällt. Denken Sie daran, die Kosten für Hardwaregarantien, Software-Subscriptions, Schulungssitzungen zur Auffrischung bzw. Aktualisierung und ähnliche Positionen einzubeziehen. Wiederkehrende Auslagen belaufen sich in der Regel auf 20 bis 25 Prozent der Auslagen im Jahr 1.

ROI im Jahr 1: Dies ist der im ersten Jahr eingesparte Betrag, geteilt durch die Auslagen im Jahr 1. Bei neuer Hardware und Software ist diese Zahl normalerweise recht klein, da im ersten Jahr hohe Anfangsauslagen anfallen.

ROI im Jahr 2: Dies ist der im zweiten Jahr nach der Investition eingesparte Betrag, geteilt durch die Gesamtauslagen im zweiten Jahr. Diese Zahl ist im Normalfall größer als der ROI im Jahr 1, da im ersten Jahr hohe Anfangsauslagen und hohe Arbeitskosten zum Tragen kommen.

ROI im Jahr 3: Üblicherweise ist diese Zahl dieselbe wie die für den ROI im Jahr 2, sofern nicht die Anschaffung eines neuen Computers erforderlich war.

Aggregierter ROI: Dies sind die Gesamteinsparungen in den drei Jahren, geteilt durch die Gesamtkosten in den drei Jahren.

Amortisationsdauer: Die Zahl der Monate oder Jahre, nach denen die Einsparungen aus einer Investition genau den Auslagen für die Investition entsprechen. Unter Umständen müssen Sie den genauen Wert durch Interpolation ermitteln. Wenn die Amortisationsdauer drei Jahre übersteigt, macht sich die Investition (bei einer Nutzungsdauer von drei Jahren) nicht bezahlt!