Asset 12 Asset 10 Asset 15 Asset 15 autodesk_icon_font_04_06_16_kl Asset 11 autodesk_icon_font_04_06_16_kl autodesk_icon_font_1_18_17_start_over-01
  • DACH

    We have redirected you to an equivalent page on your local site where you can see local pricing and promotions and purchase online.

    Stay on our U.S. site

Keyboard ALT + g to toggle grid overlay

CAD MANAGER CENTER

Fünf Fragen für CAD-Manager vor dem Kauf einer Low Cost CAD-Software

Robert Green

Von Robert Green, Inhaber von Robert Green Consulting

Als Berater arbeite ich oft mit Firmen zusammen, die ihre gelegentlichen 2D-CAD-Anwender mit einem CAD-Tool ausstatten möchten, das günstiger als die konventionelle AutoCAD®-Software ist. Beim Gespräch mit leitenden Angestellten dieser Firmen werden mir oft die folgenden Fragen gestellt: „Sollten wir unsere gelegentlichen CAD-Anwender mit AutoCAD LT® ausstatten oder doch eher eines dieser kostenlosen oder günstigen Konkurrenzprodukte nutzen, die im Internet angepriesen werden?“

Mein Antwort darauf ist und bleibt dieselbe: „Mit AutoCAD LT sind Sie besser beraten!“ AutoCAD LT ist in technischer, organisatorischer und finanzieller Hinsicht besser als die Konkurrenzprodukte. Und das gilt auch für die Gratisprodukte. Da ich oftmals erklären muss, inwiefern AutoCAD LT besser als Low Cost- oder Gratisprodukte sein kann, habe ich ein paar Fragen zusammengestellt. Diese Fragen sollte sich ein CAD-Manager vor dem Kauf von Low Cost Software stellen, bevor er sich für eine CAD-Lösung entscheidet. Nachfolgend sehen Sie meine Top-Five:

1. Verfügt die CAD-Software über ein einheitliches Befehlsvokabular?

Auch wenn die Marktanteile variieren, so kann man doch sagen, dass AutoCAD seit mehr als 30 Jahren von Millionen professioneller Anwender genutzt und das Befehlsvokabular allgemein verstanden wird. Da die Befehle von AutoCAD LT mit denen von AutoCAD identisch sind (mit Ausnahme einiger 3D-Befehle, beispielsweise für Punktwolkenbearbeitung, die nicht unterstützt werden), ergeben sich für AutoCAD LT die folgenden Vorteile:

  • Jeder neue Mitarbeiter mit AutoCAD-Kenntnissen versteht auch AutoCAD LT
  • AutoCAD-Anwender können problemlos mit AutoCAD LT-Anwendern kommunizieren
  • Bestehende AutoCAD-Schulungs- und Standardprogramme können auch für AutoCAD LT-Anwender genutzt werden

Wenn Sie dagegen ein „kostenloses“ CAD-Programm ohne den Befehlssatz von AutoCAD LT nutzen, müssen Sie mitunter viel Zeit aufwenden, um die Unterschiede zwischen dem „Gratisprogramm“ und AutoCAD zu erläutern.

Weitere sondierende Fragen:

Wie viel Geld kostet diese zusätzliche Support-Zeit für Ihre Firma?

Wie viel Zeit könnten Sie sparen, wenn alle Ihre Anwender das als Industriestandard geltende AutoCAD-Befehlsvokabular nutzen würden?

Wie viel kostet Ihr „kostenloses“ CAD-Programm tatsächlich?

2. Unterstützt diese Software auch produktivitätssteigernde Arbeitsmethoden?

Im Laufe der Jahre wurde die Produktivität von AutoCAD stetig gesteigert, und AutoCAD LT hat davon unmittelbar profitiert. Entgegen der mitunter geäußerten Meinung, dass AutoCAD LT nur die vereinfachte Low Cost Version von AutoCAD sei, handelt es sich tatsächlich um ein sehr modernes Programm. AutoCAD LT unterstützt u. a. die folgenden produktivitätssteigernden Arbeitsmethoden:

Dynamische Blöcke – Dank dieser programmierbaren Einheiten kann ein einzelner Block (beispielsweise eine Tür) mit wenigen Mausklicks in mehrere Varianten (Rechts-/Linksanschlag, verschiedene Größen, unterschiedliche Darstellung der Öffnungswinkel usw.) vervielfältigt werden.

Werkzeugpaletten – Diese Paletten lassen sich beliebig im Arbeitsbereich verschieben. Ihre zahlreichen Inhaltsteile, wie Blöcke, Tabellen usw. werden in einer einfachen Drag&Drop-Benutzeroberfläche visuell dargestellt.

Content Explorer – Ein Navigations-Center, über das der CAD-Administrator alle wiederverwertbaren elektronischen Inhalte aus der gesamten LAN/WAN-Umgebung in einer visuell geordneten und Explorer-ähnlichen Gruppe zusammenfassen kann.

CUI-Dateien (angepasste Benutzeroberfläche) – CUI-Dateien ermöglichen die Standardisierung unterschiedlicher Werkzeuge, Multifunktionsleisten, Paletten und Benutzeroberflächen-Komponenten, mit denen Ihre Anwender durch das CAD-Programm in einer für sie (und für Ihre Firma) praktischen Weise navigieren können.

Manager für Planungsunterlagen – Über den meist links fixierten Manager kann man eine Auswahl an Zeichnungen/Plänen genauso organisieren, wie dies im disziplinübergreifenden Konstruktionspaket eines Planungsbüros üblich ist. Nicht alle Firmen verwenden den Manager für Planungsunterlagen. Diejenigen, die ihn kennen, schwören aber auf seine Nützlichkeit für gelegentliche Anwender, weil die zuvor erwähnte Analogie so logisch und eingängig scheint.

Was man in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnen sollte, ist die Tatsache, dass all diese Produktivitäts-Tools vom CAD-Manager gesteuert werden können, genau wie AutoCAD. Und dass für Schulungen dieselben Standards und Schulungsmethoden wie für AutoCAD zur Anwendung kommen. Eine bereits zuvor getätigte Investition würde sich also auch in diesem Bereich auszahlen.

Weitere sondierende Fragen:

Was wäre der finanzielle Aufwand, wenn man Umgehungslösungen für diese weit verbreiteten Techniken in anderen Programmen schaffen wollte?

Was würde die Bereitstellung dieser Lösungen kosten?

Wie viel würde es kosten, die Anwender dafür zu schulen?

Und auf wie viel Produktivität würden Sie letztlich verzichten, um ein „kostenloses“ CAD-Programm zu nutzen?

3. Unterstützt diese Software TrustedDWG und Interoperabilität?

Sollten Sie selbst einmal versucht haben, eine Datei aus einem anderen Programm zu importieren und es dabei zu einem Absturz gekommen ist, dann wissen Sie, wie viel Zeit und Mühe die Behebung des Problems erfordert. Zeit ist Geld. Deshalb liegt es auf der Hand, dass man beim Umgang mit Interoperabilitäts-Problemen bei Niedrigpreis- oder Gratisprogrammen viel Geld verlieren kann. Denkbar sind etwa die folgenden Probleme:

  • Aktuelle DWG™-Formate können nicht richtig gelesen werden.
  • Andere Industriestandard-Formate können nicht richtig importiert/exportiert werden.
  • Dateien mit komplexen Elementen (beispielsweise polygonale Ansichtsfenster oder 2D-Darstellungen von 3D-Projektionen), die aus anderer Autodesk®-Software stammen, können nicht geöffnet werden.

AutoCAD LT ist ein Produkt von Autodesk und deshalb mit TrustedDWG™-Technologie ausgestattet, wodurch die Kompatibilität mit der aktuellen Version (und auch mit älteren Versionen) von AutoCAD garantiert wird.

Weitere sondierende Frage:

Dass Autodesk nächstes Jahr vom Markt verschwindet oder AutoCAD LT nicht mehr unterstützt, ist extrem unwahrscheinlich. Gilt dies auch für Ihr Low Cost- oder Gratisprogramm?

4. Unterstützt die Software die unterschiedlichen Optionen für Import, Export und Überlagerung?

Immer mehr CAD-Anwender müssen mehr leisten als einzelne Zeichnungsdateien zu erstellen. Im Rahmen einer vielfältigen digitalen Konstruktionsumgebung importieren, exportieren oder überlagern sie andere Datenformate. So kann sogar von gelegentlichen AutoCAD LT-Anwendern verlangt werden, dass sie PDF-Dateien exportieren, CAD-Zeichnungen auf digitale Maps legen oder DGN-Konstruktionsdaten der städtischen Verkehrsbetriebe lesen. Für AutoCAD LT sind all diese Aufgaben kein Problem, da diese auf die gleiche Weise wie bei AutoCAD bearbeitet werden, mit denselben bewährten Treibern. Diese speziellen Funktionen für Import, Export und Überlagerung sind nach meinen letzten Untersuchungen bei Low Cost- oder Gratisprodukten entweder nicht vorhanden oder schlecht gelöst.

Weitere sondierende Fragen:

Was würde es für Ihre typischen Projektabläufe bedeuten, wenn diese Optionen fehlen würden?

Wie viel Zeit müssten Sie aufwenden, um die richtigen Treiber und Konvertierungsprogramme zu finden und damit die Mängel eines anderen Programms auszugleichen?

Sind Sie wegen einer „kostenlosen“ Softwarenutzung auch bereit, die damit einhergehenden begrenzten Funktionen in Kauf nehmen?

5. Was kostet Low Cost-Software unter dem Strich?

Mit einigen simplen Kalkulationen kann man belegen, dass AutoCAD LT faktisch weniger kostet als die Ihnen bekannten preisgünstigen oder kostenlosen Programme. Für diese kleine Rechnung nutzen wir die folgenden Zahlen:

Jährliche Kosten von AutoCAD LT pro Anwender: € 360 (UVP von Autodesk für einjährige Miete)

Vollständige Personalkosten für AutoCAD LT-Anwender: € 40/h

Betrachten Sie jetzt die nachfolgenden Zeitschätzungen, um anstelle von AutoCAD LT zu einem „kostenlosen“ CAD-Programm zu wechseln. Hinweis: Für jede Task wurde in Klammern die Anzahl der Stunden pro Anwender und Jahr hinzugefügt:

  • Fehler aufgrund von Dateninkompatibilität (4 Stunden)
  • Zeit des CAD-Administrators, um Fehler zu beheben (2 Stunden)
  • Umgehungslösungen, um in andere Software zu importieren/exportieren (4 Stunden)
  • Schulung für nicht-AutoCAD-Befehle (4 Stunden)

 

Gesamtkosten = 14 h/Anwender/Jahr * € 40/h = € 560 pro Anwender pro Jahr

 

Nach meinen eigenen Erfahrungen sind die oben veranschlagten 14 Stunden pro Jahr und Anwender eine eher zurückhaltende Einschätzung der Zeit, die ein Unternehmen für die Lösung von Problemen aus kostenlosen oder Niedrigpreis-CAD-Programmen aufwenden muss.

 

Weitere sondierende Frage:

Wann sind € 360 pro Jahr billiger als eine Gratissoftware? Antwort: Wenn Sie für Implementierung, Support und Schulung der kostenlosen Alternative mehr aufwenden müssen als für AutoCAD LT.

 

Zusammenfassun

 

Ich habe bei vielen Firmen gesehen, dass sie AutoCAD LT durch Low Cost- oder Gratis-CAD-Programme ersetzen wollten. Das Ergebnis davon sah immer gleich aus: Störungen, Enttäuschungen, Implementierungsprobleme und letztlich fehlender Support für aktuelle DWG-Version. Ich habe mit Management-Teams gesprochen, die eine „kostenlose“ Lösung nachträglich bereut haben, als sie die tatsächlich aufgelaufenen Kosten dieser Gratisprogramme berechnet haben.

 

Ein altes Sprichwort besagt „Qualität hat ihren Preis“. Im Falle von AutoCAD LT müssen Sie für Qualität aber faktisch weniger zahlen. Bevor Sie oder Ihre Firma jetzt entscheiden, welches Programm Ihre gelegentlichen 2D-CAD-Anwender nutzen sollen, sollten Sie die oben aufgeführten Top 5-Fragen beantworten, einschließlich der anschließenden sondierenden Fragen. Sie können sich dann selbst ausrechnen, wie viel ein Low Cost- oder Gratisprodukt tatsächlich kostet. Möglicherweise kommen Sie dann zu dem Schluss, dass AutoCAD LT im Low Cost- oder sogar im Gratissektor die beste Wahl ist.

 

Informationen über Robert Green

Robert Green bietet seit 1991 Leistungen für CAD-Management-Consulting, Programmierung, Schulungen und technische Dokumentation für Kunden in den USA, in Kanada und in Europa an. Er hat eine Ausbildung zum Maschinenbauingenieur absolviert und hat seit 1985 viele gängige CAD-Tools in unterschiedlichen Konstruktionsumgebungen kennengelernt. Seine Kenntnisse im Bereich CAD-Management beruhen auf praktischen Berufserfahrungen als versierter CAD-Anwender. Es reizen ihn die mit CAD-Management einhergehenden Herausforderungen von Technologie und Training, und mittlerweile hält er öffentliche Vorträge für CAD-Manager. Robert Green ist für seine informativen Artikel in der Zeitschrift Cadalyst und für sein Buch „Expert CAD Management: The Complete Guide“ (erschienen bei Sybex) bekannt. Wenn er nicht gerade mit Schreiben beschäftigt ist, führt er seine eigene Consulting-Firma, Robert Green Consulting, die in Atlanta, Georgia, ansässig ist.