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CAD MANAGER CENTER

Was ist ein CAD-Manager und wofür ist er zuständig?

Shaun Bryant

Generell kann man sagen, dass CAD-Manager in den meisten Unternehmen, die über Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen verfügen, eine entscheidende Rolle spielen. Was aber macht ein CAD-Manager genau?

Mehr als man gemeinhin annimmt.

Die Position des CAD-Managers entstand, als CAD zunehmend an Bedeutung gewann und für die tägliche Arbeit der Unternehmen immer wichtiger wurde. Die Notwendigkeit eines dedizierten CAD-Managers war damals bereits offensichtlich, und die Rolle unterliegt seither einem stetigen Wandel. Im Laufe der Jahre übernahm der CAD-Manager die unterschiedlichsten Aufgaben, je nach Größe des Unternehmens. In kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) handelt es sich oft um technische Zeichner mit Zuständigkeiten im IT-Bereich und im Management. In großen Unternehmen ist die leitende Position oft klar umrissen.

Unabhängig davon gibt es aber einige generelle Eigenschaften, die diesen Beruf auszeichnen. Im Nachfolgenden befassen wir uns mit der besonderen Rolle des CAD-Managers und zeigen Ihnen, wie Sie selbst als CAD-Manager erfolgreich sein können.

Logischerweise ist ein CAD-Manager zunächst für das Management zuständig.

Denn in erster Linie hat der CAD-Manager eine leitende Funktion. Er kümmert sich um Personalfragen, Projekte, Beschaffung von Software und Hardware und den täglichen Output des CAD-Teams. Unter Umständen ist er sogar selbst ein erfahrener Konstrukteur.

Unabhängig von der Größe des Unternehmens steht die Manager-Funktion aber im Mittelpunkt. Der CAD-Manager muss sich immer auch um die Leistung seiner Mitarbeiter, um deren Urlaubsvertretung und ähnliche Dinge kümmern. Die Aufgaben als Manager nehmen viel Zeit in Anspruch, und je größer das Unternehmen ist, desto weniger Zeit bleibt letztlich für CAD.

Deshalb ist das Delegieren von Aufgaben der Schlüssel zum Erfolg. Die mühsame CAD-Kleinarbeit wird an Konstrukteure und Zeichner delegiert, während der CAD-Manager selbst sich um Führungsaufgaben kümmert. Auch Flexibilität ist äußerst wichtig. Immer wieder kommt es vor, dass ein Ingenieur oder ein Architekt in letzter Minute und kurz vor Fristablauf an den Zeichnungen noch eine Änderung vornehmen möchte.

Prüfen und genehmigen: Monoton, aber sinnvoll.

Als CAD-Manager haben Sie das letzte Wort, wann eine Zeichnung freigegeben wird und das Büro verlassen darf. Sie selbst nehmen die Endprüfung vor und erteilen Ihre Genehmigung. Hierdurch ist für jede einzelne Zeichnung gewährleistet, dass sie fehlerfrei ist, professionell aussieht und den für das Projekt geltenden Normen und Standards entspricht. Alles muss standardisiert werden.

Unter CAD-Spezialisten wird oft gescherzt, dass Monotonie sinnvoll sei. Es gilt als erstrebenswert, dass alle Zeichnungen dem Standard entsprechen und gleich aussehen. Im Einzelnen bedeutet dies, dass Layer und Linientypen korrekt sind, dass die Beschriftungen die richtige Größe und Schriftart aufweisen und dass auch sonst alles stimmt.

Ein CAD-Manager kann sich kaum etwas Schlimmeres vorstellen, als wenn die zur Endprüfung vorgelegten Zeichnungen massive Abweichungen von den Standards aufweisen. Deshalb brauchen Sie ein gut eingespieltes und effektiv arbeitendes Team von CAD-Spezialisten. Bei dem täglichen Arbeitsdruck ist das gewiss nicht einfach; dennoch ist es notwendig.

Sorgen Sie also dafür, dass möglichst frühzeitig CAD-Vorlagen erstellt, normgerechte Kataloge angelegt und Layer-Standards eingerichtet werden. Stellen Sie fest, welche nationalen und internationalen Normen und Standards für das Unternehmen gelten, und fassen Sie diese mit den internen Standards zu einem allgemein verbindlichen Satz zusammen, der für alle Projekte gilt. Wenden Sie diese Standards auf jedes einzelne Projekt an. Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern verhindert auch, dass Fehler sich auf andere Teile des Unternehmens auswirken oder gar an den Kunden weitergegeben werden.

Die Einmann-Personalabteilung.

CAD-Manager sind oft eine Einmann-Personalabteilung und müssen Vorstellungsgespräche mit potenziellen Kandidaten für das CAD-Team führen. Hier ein kleiner Trick: Erstellen Sie einen einfachen CAD-Test, den jeder Kandidat als Teil des Vorstellungsgesprächs absolvieren muss. Jeder kann behaupten, er habe schon mit CAD gearbeitet, und es in seinen Lebenslauf schreiben. Diese Behauptung sollten Sie prüfen.

Ich habe einmal erlebt, dass ein Hochschulabsolvent mit nur zweiwöchiger CAD-Erfahrung in einer ziemlich hektischen CAD-Abteilung eingestellt wurde. Der Absolvent konnte mit dem Arbeitstempo nicht mithalten und hat das Unternehmen nach 48 Stunden wieder verlassen, worauf der CAD-Manager (also ich) wieder von vorn anfangen musste. Mit dem CAD-Test ermitteln Sie den Wissensstand und die Fertigkeiten des Bewerbers und führen anschließend das Vorstellungsgespräch.

Die Mitarbeiter Ihres Teams sollten kompetent und sofort einsatzbereit sein – und nicht nur auf dem Papier eine gute Figur machen. Sie benötigen darüber hinaus praktische CAD-Fertigkeiten. Stellen Sie außerdem sicher, dass Ihr Test eine Mindestpunktzahl aufweist, um die geeignetsten CAD-Experten für Ihr Team zu finden. Auch die Autodesk-Zertifizierung ist ein gutes Hilfsmittel, um zu testen, ob die Bewerber den Anforderungen genügen.

Sack voll Flöhe hüten.

Sie als CAD-Manager sollten Ihr Team gut kennen. Sie sollten wissen, was Ihre Mitarbeiter mit CAD leisten können und wann sie Urlaub, Unterstützung oder Schulung brauchen. Diese Liste ließe sich beliebig lange fortsetzen und wird Ihnen mitunter wie das sprichwörtliche Flöhehüten vorkommen. Sie müssen hin und her taktieren und Flexibilität beweisen, aber auch Ihr Team gut kennen. Ermitteln Sie die individuellen Stärken und Schwächen Ihrer Mitarbeiter, um ihnen bei ihrer Weiterentwicklung zu helfen. Weisen Sie die einzelnen Arbeiten den jeweils geeigneten Mitarbeitern zu. Aufgaben mit offenem Zeitrahmen gehen an die langsameren Zeichner, während Terminarbeiten den schnellen Konstrukteuren vorbehalten sind.

Haben Sie keine Angst davor, viele unterschiedliche Funktionen auszuüben. Es lässt sich nicht vermeiden. Außerdem erweitern Sie dadurch Ihren eigenen Horizont und werden ein besserer Manager, nicht nur was CAD angeht, sondern auch für Ihr Team. Zeigen Sie Führungsstärke, seien Sie sachkundig und – was am wichtigsten ist – bleiben Sie ansprechbar. Verschanzen Sie sich nicht in Ihrem Elfenbeinturm, nur mit Blick von außen auf Ihren Verantwortungsbereich. Werden Sie Teil Ihres Verantwortungsbereichs, und teilen Sie Ihre Erfahrungen!

Shaun Bryant ist ein zertifizierter Spezialist für Autodesk Revit und AutoCAD mit technischen Kenntnissen und Qualifikationen für Vertrieb, Support und CAD-Management. Er kann auf eine 26-jährige Erfahrung als Berater, Ausbilder, Manager und Anwender im Umgang mit AutoCAD und Revit zurückblicken. Seine Werdegang ist vielseitig und abwechslungsreich: 14 Jahre als Berater und Ausbilder für CAD- und Betriebsmanagement, drei Jahre als Spezialist für Vertrieb, Pre-Sales und Geschäftsfeldentwicklung und neun Jahre Branchenerfahrung als CAD-Manager und -Anwender.