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BIM verhilft SMEC zum Zuschlag für das Projekt „North West Rail Link“

SMEC, eine Professional Services-Firma, deren Schwerpunkt auf größeren Infrastrukturprojekten liegt, ist federführend bei der Planung für zwei entscheidende Teile des 8,3 Milliarden australische Dollar schweren Projekts: Betrieb, Züge und Systeme sowie Tiefbau- und Infrastrukturplanung für Oberfläche und Überführungen. Der führende Kunde in der öffentlich-privaten Partnerschaft, die Regierung des Bundesstaats New South Wales, hat den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) für das Projekt vorgeschrieben. BIM ist ein intelligenter, modellbasierter Prozess, der in jeder Phase eines Infrastrukturprojekts zusätzliche Einblicke ermöglicht.

„Der Kunde wollte die Vorteile hinsichtlich Zeit, Kosten und Qualität realisieren, die sich aus einem modellbasierten Prozess ergeben“, erklärt Neil Evans, Leiter Strategie und Unternehmensentwicklung bei SMEC. „SMEC war bereits auf dem Weg zu BIM. Für uns ist BIM ein Hilfsmittel zur Optimierung unserer Arbeitsabläufe und Steigerung der Effizienz. Das Projekt ,North West Rail Link‘ war für uns der Anstoß, die Einführung von BIM zu beschleunigen – und BIM erweist sich bei diesem Projekt als unschätzbar wertvoll.“

Zusammenfassung und Überblick

Der geplante North West Rail Link umfasst acht neue Bahnhöfe, 4.000 Parkplätze für Pendler und einen doppelten 15 km langen Tunnel, die längsten Eisenbahntunnel Australiens. Projekte dieser Größe und Komplexität erfordern ein weitsichtiges Management – und proaktive Berücksichtigung der kleinsten Details. Große Teams, deren Mitglieder aus verschiedenen Disziplinen kommen, darunter Architekten, Tiefbauingenieure und Tragwerksplaner, tragen zu einem hohen Tempo im Planungsprozess bei. Bei der Bauausführung muss von Installationsrohren über Leitungen bis hin zu Lüftungskanälen alles zusammenpassen.

Selbst relativ geringfügige Koordinationsprobleme könnten zu Verzögerungen und höheren Kosten führen. „Jedes Infrastrukturprojekt eignet sich gut für BIM, aber besonders solche mit umfangreichen unterirdischen Arbeiten“, so Chris Steer, BIM-Manager von SMEC für Australien. „Wenn ein Lüftungskanal und der entsprechende Durchbruch nicht korrekt ausgerichtet sind, ist das in einem 2D-Prozess nur schwer zu erkennen, und Nacharbeiten sind fast unvermeidlich. Dank BIM arbeiten wir mit intelligenten Objekten in 3D-Modellen. BIM zeigt Probleme auf, die ansonsten nahezu unmöglich zu erkennen wären.“

Die Lösung

Der „Rail Link“ erfordert einen umfassenderen Einsatz von BIM als vorherige Projekte von SMEC. Das Team ging schnell dazu über, BIM als Prozess zu betrachten, der alle Aspekte eines Projekts miteinander verbindet – und nicht nur als Technologie oder Software. Software, einschließlich Civil 3D, Revit und Navisworks Manage, unterstützt den Prozess. Für die Komponenten Straßenbau, Erdarbeiten, Schienenweg sowie Wasser und Abwasser konnte das Team auf Civil 3D-Software zurückgreifen. Revit-Software unterstützt den Architektur- und Tragwerksplanungsprozess. Die verschiedenen Entwurfsmodelle werden in der Navisworks Manage-Software zu einem übergreifenden Modell zusammengeführt. Autodesk Vault unterstützt die Durchsetzung von Prozessen zur Verwaltung von Planungsdaten und der Versionskontrolle.

„BIM vernetzt das Team in einer Weise, die bei 2D-Entwürfen nicht möglich ist“, berichtet Steve Macbeth, CAD-Manager von SMEC. „Man kann sofort anzeigen, was die anderen Disziplinen gerade tun. Der Prozess ist viel stärker vernetzt, als wenn man nur in regelmäßigen Abständen Sätze von Zeichnungen austauscht und entschlüsselt. Auch der Kunde kann zu einem früheren Zeitpunkt mehr und besseren Input geben, weil die Richtung der Planung deutlicher erkennbar ist.“

Laut Steer unterstützt Autodesk Consulting die beschleunigte Einführung von BIM bei SMEC. Er erklärt: „Autodesk Consulting hat uns geholfen sicherzustellen, dass die Systeme und Prozesse, auf die wir uns verlassen, umfassend sind. Außerdem konnten wir mit ihrer Hilfe länderspezifische Pakete von Normen entwickeln. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist ein kooperativer und produktiver Prozess.“

„Mehr als nur 3D“

Einer der Partner von SMEC bei dem Projekt hatte zu Beginn Teile der Schienenwege in einer 3D-Anwendung entworfen, die keine intelligenten Objekte enthielt. SMEC beschloss, stattdessen mit Civil 3D zu arbeiten. Grund dafür war die Tatsache, dass Civil 3D einen Prozess mit intelligenten Objekten ermöglicht – und nicht nur 3D-Visualisierung. Ein intelligentes Objekt „versteht“ seine Spezifikationen und die Normen, denen seine Verwendung unterliegt. In Gegensatz dazu verhält sich ein nicht intelligentes Element in einer 3D-Planung eher wie ein einfaches Bild.

„In Civil 3D können Sie einem Objekt Attribute zuweisen, die Berechnung von Ausschreibungsmengen stärker automatisieren und Änderungen dynamisch vornehmen“, führt Steer aus. „Die intelligenten Objekte sorgen für höhere Geschwindigkeit und Präzision.“

„Die Schönheit von BIM liegt ebenso in der objektbasierten Intelligenz wie in der Visualisierung“, fügt Evans hinzu. „Die Intelligenz ermöglicht mehr Kontrolle über jeden Aspekt des Entwurfs und bleibt über die gesamte Lebensdauer der Objekte erhalten. Am Ende haben Sie ein Modell, das Betrieb und Wartung unterstützen kann. BIM ist tatsächlich ein durchgehender Prozess. Es muss nicht bei Planung und Konstruktion aufhören.“

Das erweiterte Projektteam verwaltet und optimiert das Modell alle ein bis zwei Wochen im Rahmen eines Koordinations-Workshops und bringt dabei die verschiedenen Modelle zusammen. Das resultierende übergreifende Modell verdeutlicht mögliche Kollisionen und hilft dem Team außerdem dabei, Möglichkeiten zur Verbesserung des Entwurfs zu erkennen. Navisworks Manage-Software erleichtert den Prozess, indem sie die Modelle zusammenführt, den Konstruktionsablauf unterstützt und beim Erkennen von Kollisionen hilft. Intern verwendet das SMEC-Team die Datenmanagement-Software Vault, um den Mitarbeitern Zugriff auf die neuesten Versionen von verschiedenen Teilen des Modells zu geben.

„Kollisionen sind in einem BIM-Prozess wesentlich einfacher zu erkennen. Wir können Probleme innerhalb von Minuten lösen, die wir in einem 2D-Prozess leicht hätten übersehen können“, erklärt Steer. „Die Verbesserungen am Entwurf, die wir so finden, sind genauso bedeutsam. Vor Kurzem haben wir beispielsweise zwei Gräben für eine Unterstation überprüft und festgestellt, dass wir sie zu einem Graben kombinieren konnten. Dadurch werden wir sowohl Kosten und Zeit bei der Bauausführung sparen als auch Wartungsvorteile über die Lebensdauer des Objekts hinweg erzielen.“ „Vault bringt uns Vorteile bei der Teamkoordination“, bemerkt Macbeth. „Vault trägt dazu bei, dass unser globales Team Zugriff auf die neuesten Entwurfsdateien erhält, ohne dass wir manuell verwalten müssen, wer was wann gemacht hat. Wir haben jetzt mehr Kontrolle und Transparenz über den Prozess. Es hilft uns, Konsistenz zu wahren, und gleichzeitig sparen unsere Mitarbeiter Zeit.“

Das Ergebnis

Die Firma SMEC setzt den Übergang zu einem modellbasierten Arbeitsablauf fort und geht davon aus, dass BIM eine regelrechte Transformation darstellt. „Es war ein riesiger Schritt von manuellen Zeichnungen zu 2D-Planungswerkzeugen und der Übergang von 2D zu BIM ist genauso wichtig“, berichtet Evans. „BIM wird oft mit 3D-Visualisierung gleichgesetzt, aber es ist mehr als das. In BIM generieren Sie einen Fundus an Know-how, das vom ersten Entwurf bis zur Außerbetriebnahme genutzt werden kann. Wenn sich das Gebäude verändert, fügen Sie im Modell entsprechende intelligente Objekte und Informationen hinzu. In jeder Phase besteht die Möglichkeit, die Qualität zu verbessern und Zeit und Geld zu sparen.“

Veranstaltungen

„Sie interessieren sich für unsere Webinare oder möchten uns persönlich treffen? Werfen Sie einen Blick in unser Veranstaltungs-Übersicht unter http://www.autodesk.de/events.“

Neuester Tweet

@Autodesk_DE

BIM for Rail and transit: more than 3D visualization

BIM helps SMEC win and deliver AU$8.3 billion public transit design project connecting teams in ways not possible with 2D design.

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