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Autodesk: Wie wählen Sie Ihre Arbeitswerkzeuge aus?

Annalisa De Maestri: Wir legen uns prinzipiell nicht auf eine einzige Softwareanwendung fest, sondern versuchen für jede konkrete Aufgabe das am besten geeignete Werkzeug einzusetzen. Denn die Bedürfnisse sind ganz unterschiedlich, je nachdem, ob es um BIM-Management, Modellierung für die Fabrikation, Synthese oder Projektbegleitung eines Bauauftrags geht. Und schließlich benötigen wir noch ein Werkzeug, das die Kommunikation untereinander gewährleistet. Oberstes Gebot ist jedoch für uns, dass sämtliche Informationen, die zu unserem Projekt gehören, auch im richtigen Format vorliegen. Die meisten von ihnen besitzen ein hohes Maß an Interoperabilität; wo dies nicht der Fall ist, entwickeln wir eigene Werkzeuge, um die Informationen zu bekommen, die wir brauchen. Wir verwenden sehr häufig die Revit Suite von Autodesk und für einige speziellen Projekte auch Dynamo, eine visuelle Programmierlösung, die das Gestalten von komplexen Gebäudeteilen erleichtert.

Autodesk: Und wie stehen Sie zu den IFC?

Annalisa De Maestri: Bei manchen Projekten verwenden wir die IFC für die Übertragung von Informationen an die Fabrikation, aber wir verwenden auch andere Spezifikationen für den Datenaustausch, etwa STEP oder IGES. Allerdings halten wir dann nicht alle Informationen vor, wie bei den IFC, sondern vervollständigen die fehlenden Elemente anhand anderer Daten. Wir sind mit den Ergebnissen, die uns unsere Werkzeuge liefern, sehr zufrieden, auch wenn noch keine hundertprozentige Kompatibilität besteht. Im Endeffekt muss die gesamte Kette mit einbezogen werden; es geht also nicht allein um die Frage der Interoperabilität: Jeder Akteur muss sich das entsprechende Know-how aus dem Stehgreif verschaffen können. Dies gilt natürlich ganz besonders dann, wenn wir an Projekten arbeiten, die mehr als 60.000 Modellteile enthalten! Da sind verschiedenste Fachleute und Experten und bis zu 50 Auftragnehmer oder mehr involviert. Aber das ist kein Problem: Es verlangt eine gut durchdachte Arbeitsmethode, die natürlich durch die Interoperabilität der Werkzeuge vereinfacht wird.

Autodesk: Wie sieht das konkret am Beispiel des neuen Krankenhauses in Ajaccio aus?

Annalisa De Maestri: Bei diesem Projekt besteht unser Auftrag im BIM-Management: vom Entwurf bis zur Ausführung. Die Verwendung des 2x3-IFC-Formats war eine Voraussetzung, um den Zuschlag zu erhalten, aber die Auswahl der Softwarelösung stand uns frei. Auf der einen Seite haben wir die besten Modellierungsmethoden gefunden, auf der anderen die Möglichkeit der Übertragung der IFC. Die verschiedenen Bauteams trafen sich und einigten sich auf Revit, abgesehen von einigen Gewerken wie HHT oder Terrassierung. Des Weiteren fiel unsere Wahl auf die eveBIM-Viewer des CSTB, des französischen Wissenschaftszentrums für Bautechnologie, für das Projektmanagement und auf Navisworks Manage für die routinemäßige Modellverwaltung. Auf diese Weise arbeiten wir parallel mit den nativen Formaten der jeweiligen Modellierungslösungen (das heißt zu 80 % Revit bei der Planung und zu 80 % bei der Ausführung) und den IFC, die exklusiv für den Bauherrn vorgesehen sind.